Wenn der Vogel zu lange Krallen hat…

birdNormalerweise nutzen sich die Krallen von Ziervögeln relativ gut ab und müssen nicht vom Tierhalter gekürzt werden. Leider gibt es aber genetische Veranlagungen zu einem fehlerhaften Krallenwachstum, im schlimmsten Fall resultieren daraus die sogenannten Korkenzieherkrallen. Hier muss dann regelmäßig korrigierend eingegriffen werden. Das könnte bereits Tiere in Ihrer Verkaufsanlage betreffen.

Die natürliche Abnutzung der Vogelkrallen wird gefördert durch das Vorhandensein verschiedener Materialien im Käfig. So schaden ein paar Steinplatten auf dem Boden einer Voliere, auf denen zum Beispiel eine Wasserschale steht, gar nicht. Auch Sitzstangen in unterschiedlichen und vor allem dickeren Durchmessern helfen dabei, das übermäßige Krallenwachstum zu verhindern.

Wenn die Krallen doch einmal zu lang werden, müssen sie gekürzt werden. Das ist besonders deshalb wichtig, damit die Tiere nicht mit den langen Krallen hängenbleiben und sich verletzen. Diese Art Wunde kann sich böse entzünden und sehr schmerzhaft für den Vogel sein.

Das Kürzen der Krallen lassen Sie sich am besten von Ihrem Tierarzt zeigen. Man benötigt schon ein wenig Übung. Die Tiere müssen schonend gefangen und festgehalten werden – das allein ist schon Stress genug für sie. Um keine Zeit zu verlieren, sollte man mit einer geeigneten professionellen Krallenzange arbeiten, die einen sauberen Schnitt macht und das umgebende Gewebe nicht so sehr quetscht. Ein blutstillendes Mittel halten Sie bitte bei derartigen Aktionen immer bereit, auch wenn die Blutgefäße im Vogelfuß recht gut zu erkennen sind.

Und – wie ist die Pediküre-Kontrolle in Ihrer Anlage ausgefallen?

 

(Bild: © khmel – Fotolia.com)