Parasiten – Die Kalkbeinmilbe

birdSchnabelräude, Schnabelschwamm, Vogelräude – dahinter verbirgt sich der Befall mit Knemidokoptes pilae, einer Milbenart. Betroffen sind meist Wellensittiche.

Diese Milbenart befindet sich normalerweise direkt auf dem Tier, nicht in der Umgebung. Das ist für eine Behandlung wichtig.

Die Übertragung der Parasiten findet in der Regel bei der Schnabelfütterung der Jungtiere statt. Es kommt vor, dass infizierte Tiere jahrelang ohne Symptome einer Erkrankung leben. Irgendwann, bei stressigen Ereignissen im Leben der Tiere oder Vorliegen einer anderen Grunderkrankung, kommt es dann zur Ausbildung der Krankheit.

Typisch sind sichtbare Veränderungen der verhornten Körperregionen – am Schnabel und an der Wachshaut, an Augenlidern, Kloake und Beinen kommt es zur Hautverdickung und zu schwammartigen Veränderungen.

Im Zoofachhandel wird häufig das Betupfen der betroffenen Stellen mit Paraffinöl praktiziert. Dies muss sehr sorgfältig und vor allem täglich erfolgen. Dadurch werden die Milben idealerweise an der Atmung gehindert und ersticken. Oftmals hilft diese Methode aber nicht ausreichend gut, dann ist die Behandlung mit tierärztlichen Medikamenten erforderlich. Auch hier sind unbedingt die Anwendungsprotokolle zu beachten: wie wird das Präparat aufgetragen, muss die Haut etwa vorbereitet werden, welche Menge wird je Tier verabreicht und wie oft ist das Mittel in welchem Abstand anzuwenden. Lassen Sie sich hierzu bitte von Ihrem Tierarzt beraten.

Da die Übertragung bereits durch die Elterntiere stattfindet, ist es wichtig, den Züchter der Tiere zu informieren. Dann kann dieser seinen Bestand behandeln und die Parasiten so weit wie möglich eliminieren.

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