Leopardgeckos - Attraktive Pfleglinge im Terrarium

Gecko auf AstZu den oft­mals genann­ten Ein­stei­ger­tie­ren im Ter­ra­ri­um gehö­ren ohne Zwei­fel die Leo­par­d­ge­ckos.

Sie stam­men ursprüng­lich aus Afgha­ni­stan, Paki­stan und Indi­en, sind bei uns aber in der Regel als Nach­zuch­ten erhält­lich. Dabei gibt es neben der Wild­form bereits vie­le Farb­züch­tun­gen, so dass jeder sei­nen opti­schen Favo­ri­ten leicht fin­den wird. Die Tie­re las­sen sich in klei­nen Grup­pen gut hal­ten, dabei ist zu beach­ten, dass nie­mals meh­re­re Männ­chen mit­ein­an­der gehal­ten wer­den. Sie wür­den sich mas­siv bekämp­fen und ver­let­zen.

Leo­par­d­ge­ckos wer­den etwa 20 cm groß und kön­nen 20 Jah­re und älter wer­den. Sie leben in tro­cke­nen Habi­ta­ten und wer­den im Wüs­ten­ter­ra­ri­um gepflegt, das Unter­schlupf­mög­lich­kei­ten wie Höh­len und Stein­auf­bau­ten beinhal­ten muss. Eine Höh­le und eine Ecke des Ter­ra­ri­ums soll­ten trotz des Wüs­ten­kli­mas immer etwas feucht gehal­ten wer­den, um den Tie­ren opti­ma­le Bedin­gun­gen zu bie­ten und Gesund­heits­schä­den zu ver­mei­den. Auch eine fla­che Was­ser­scha­le ist fes­ter Bestand­teil des Ter­ra­ri­ums.

Bes­ser als rei­ner Sand ist ein grab­fä­hi­ger Boden­grund im Ter­ra­ri­um, in dem die Tie­re ihre Bau­ten anle­gen kön­nen.

Leo­par­d­ge­ckos ernäh­ren sich von Insek­ten wie Heim­chen, Gril­len, Heu­schre­cken oder Scha­ben. Die­se müs­sen vor der Füt­te­rung mit Mine­ral­pul­ver und mit Vit­ami­nen bestäubt wer­den.

Bei Lai­en sorgt der auf­fal­lend dicke Schwanz der Leo­par­d­ge­ckos immer wie­der für Irri­ta­tio­nen - han­delt es sich hier etwa um einen Tumor? Die Ant­wort ist: nein! Denn der Schwanz dient als Fett­de­pot für die Tie­re und zeigt den Ernäh­rungs­zu­stand des Tie­res an.

Leo­par­d­ge­ckos sind däm­me­rungs- und nacht­ak­tiv und eig­nen sich daher beson­ders gut für Berufs­tä­ti­ge, die abends ger­ne noch ihre Pfleg­lin­ge beob­ach­ten möch­ten.

Beson­ders wis­sens­wert für den Zoo­fach­han­del:

Auch bei Leo­par­d­ge­ckos ist es sehr wich­tig, auf eine seriö­se Her­kunft der Tie­re zu ach­ten. Ver­si­chern Sie sich, dass der Her­kunfts­be­stand krypto­spo­ri­di­en­frei ist.

Krypto­spo­ri­di­en sind Ein­zel­ler, die im Magen-Darm-Trakt der Tie­re leben. Je nach Kon­sti­tu­ti­on der Tie­re kann die Infek­ti­on mehr oder weni­ger lan­ge sym­ptom­frei ver­lau­fen, bevor es zu einem Aus­bruch kommt. Die­ser ist mit einer mas­si­ven Abma­ge­rung der Tie­re ver­bun­den und endet in der Regel schnell mit einem Mas­sen­ster­ben im Bestand. Tie­re, wel­che die Erre­ger in sich tra­gen, sind hoch­an­ste­ckend und kön­nen nicht end­gül­tig geheilt wer­den.

Weil es auch ande­re uner­wünsch­te Darm­be­woh­ner gibt, zum Bei­spiel Fla­gel­la­ten, soll­te die tier­ärzt­li­che Unter­su­chung einer fri­schen Kot­pro­be bei den Tie­ren Stan­dard sein. So kön­nen Sie Ihren Kun­den die größt­mög­li­che Sicher­heit geben, ein gesun­des Tier zu erwer­ben.

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