Kleinsäuger in weiß – Albinos

ratLandläufig werden albinotische Tiere mit Labortieren assoziiert und als gruselig empfunden. Tatsächlich werden die Tiere mit weißem Fell und roten Augen oft in der Wissenschaft angetroffen. Verbunden mit dem Albinismus sind aber einige Probleme, über die sich Zoofachhandel und  Heimtierhalter bewusst sein sollten.

Albinos leiden unter einer angeborenen Störung in der Bildung von Pigmenten, meist ist der Farbstoff Melanin betroffen. Die Tiere haben ein weißes Fell, eine hellrosa Haut und rote Augen.

Da die Farbstoffe auch im Auge fehlen und daher helles Licht nur unzureichend ausgefiltert werden kann, sind die Tiere sehr lichtempfindlich. Weitere Veränderungen im Auge bedingen ein verschlechtertes Sehvermögen. Albinotische Tiere erleiden bei für uns „normalen“ Lichststärken bereits krankhafte Veränderungen der Netzhaut bis hin zur Erblindung.

Weshalb Tiere mit roten Augen manchmal stereotype Schaukelbewegungen mit dem Kopf zeigen, ist im Detail ungeklärt, diese Symptomatik sollte jedoch nicht durch Zucht auf rote Augen gefördert werden.

Leider sind inzwischen nicht nur Mäuse und Ratten, sondern auch andere Kleinsäugerarten wie Rennmäuse oder Meerschweinchen davon betroffen. Und leider auch nicht nur reine, gut erkennbare Albinos, sondern es gibt auch andere Farbschläge, die mit Pigmentverlust im Auge einhergehen.

Nun sind die meisten Kleinsäuger wie Mäuse und Ratten nicht in erster Linie auf ihren Sehsinn angewiesen. Ich meine aber doch, dass die Zucht und der Verkauf dieser Tiere nach Möglichkeit unterbleiben sollten.

 

(Bild: © Pakhnyushchyy – Fotolia.com)