Die passende Behausung für Avicularia und Co.

Grundsätzlich gilt bezüglich der Einrichtung und der klimatischen Verhältnisse das meiste, was für bodenbewohnende Vogelspinnen in einem früheren Blogbeitrag gesagt wurde, auch für die Baumbewohner.

Als Grundfläche rechnet man auch hier mit der jeweils doppelten Beinspannweite des Tieres in Länge und Tiefe des Terrariums.

Da die Tiere sich jedoch gerne im Geäst aufhalten und dort auch wohnen, darf hier natürlich die Klettermöglichkeit nicht fehlen. Hier muss die dreifache Beinspannweite als Höhe zur Verfügung stehen. Maximal sind das jedoch 40 cm über dem Bodengrund – denn sonst steigt die Verletzungsgefahr bei einem möglichen Absturz der Tiere.

Als Klettermöglichkeit können ein dicker Ast, eine Wurzel, ein alter Rebstock oder große Rindenstücke oder eine Kombination daraus dienen. Auch unbehandelte Terrarienpflanzen können gute Dienste leisten.

Gerne wird ein höhergelegenes Versteck angenommen. Manchmal wird hierfür ein kleiner Vogelnistkasten verwendet.

Beim Besprühen des Terrariums zum Aufrechterhalten der Luftfeuchtigkeit beachten Sie bitte, dass die Tiere selbst keinesfalls besprüht werden, egal wie fein der Sprühnebel sein mag. Das ist sehr unangenehm, weil die empfindlichen Tastrezeptoren der Spinnen sehr stark gereizt werden. Auch werden die Tiere hierdurch sehr scheu und lassen sich nicht mehr so gerne sehen.

Andererseits nehmen manche Arten Wasser gerne als Tautropfen von Blättern auf, so dass diese klimatische Besonderheit gegeben sein sollte.

In den Verkaufsanlagen im Zoofachhandel wird insbesondere auf die Bedürfnisse baumbewohnender Vogelspinnen noch wenig eingegangen. Die „Spinnenwürfel“ sind in der Regel zu niedrig, um den Tieren ihre artgemäße Lebensweise zu ermöglichen.

Auch für diese Arten sollte es möglich sein, die perfekten Haltungsbedingungen bereits im Zoofachhandel zu präsentieren und dem Kunden das passende Terrarium für sein Tier gleich direkt anbieten zu können.

Wie das gehen soll? Pet-expertise berät Sie gerne!