Die (oder der) Königspython

königspython  python  regiusSie (oder er – laut Duden ist beides richtig) gehört zu den beliebteren Schlangen in der deutschen Heimtierhaltung. Es handelt sich um eine relativ kleine Riesenschlange, die ursprünglich aus den Savannen Westafrika stammt. Inzwischen sind viele Nachzuchten in unterschiedlichen Färbungen erhältlich.Königspythons werden in der Regel etwa 130cm lang und können durchaus 20 Jahre alt werden. Von Natur aus sind sie eher scheu, leben im Verborgenen und kommen erst in der Dämmerung und nachts aus ihren Verstecken, um sich auf die Jagd zu begeben. Es werden vornehmlich afrikanische Kleinnager wie Vielzitzen- oder Grasmäuse erbeutet. Grundsätzlich sind diese Schlangen Bodenbewohner, lediglich bei Jungtieren wird intensive Klettertätigkeit regelmäßig beobachtet. In der Terrarienhaltung zeigt sich jedoch, dass erhöhte Flächen wie Liegebretter oder dicke Äste gern angenommen werden. Sie sollten daher im Terrarium auch bei ausgewachsenen Tieren vorhanden sein.

Ebenso wird immer wieder diskutiert, wie wichtig eine Wasserschale für die Tiere ist. Auffällig ist, dass sie sehr häufig in der Nähe von Gewässern angetroffen werden. Intensives Baden gehört aber nicht zu den Hauptbedürfnissen gesunder Königspythons, eher trinken sie dort Wasser. Desweiteren trägt eine solche Wasserschale zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit im Terrarium bei, die tagsüber um die 70%, nachts auch höher, liegen muss. Eine Wet Box, das heißt ein Versteck, welches mit feuchtem Subtrat gefüllt ist, sollte unbedingt angeboten werden. Insgesamt werden mehrere Versteckmöglichkeiten an unterschiedlichen Stellen im Terrarium angeboten. Eine davon kann auch etwas erhöht liegen. Wichtig ist, dass die Verstecke gerade so groß sind, dass die Schlange hineinpasst und sich noch etwas bewegen kann. Schlangen entwickeln ein Gefühl von Sicherheit, wenn sie zu möglichst allen Seiten hin Körperkontakt mit ihrer Umgebung haben. Da die Tiere recht zurückgezogen leben, sollte ein ausreichender Sichtschutz gegeben sein, so dass ein Königspython-Terrarium idealerweise nur von vorne aus einsehbar ist.

Der Boden sollte mit einem lockeren, saugfähigen Substrat gestaltet sein. Kies oder Sand eignen sich nicht, besser ist ein spezieller Bodengrund für Terrarien, wie er im gutsortierten Fachhandel erhältlich ist.

Wie in jedem Terrarium ist auch hier wichtig, dass unterschiedliche Temperatur- und Feuchtigkeitszonen aufgesucht werden können. Am Boden sollte die Temperatur 25 bis 30 Grad betragen, an einem speziellen Sonnenplatz bis zu 33 Grad. Nachts ist eine Absenkung der Temperatur um etwa 5 Grad sinnvoll.

Die oftmals beschriebenen Schwierigkeiten, dass die Tiere schlecht fressen oder nur lebende Mäuse oder nur ganz bestimmte Futtertiere fressen, treten bei Nachzuchten weniger häufig auf. Allein schon deswegen sollte hier auf die Herkunft der Tiere ganz besonders geachtet werden.

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(Foto: © Daniel Nimmervoll – Fotolia.com)