Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium

Ter­ra­ri­en­tie­re sind abhän­gig von den Bedin­gun­gen, die ihnen im Ter­ra­ri­um gebo­ten wer­den. Neben der Beleuch­tung kommt der Luft­feuch­tig­keit eine essen­ti­el­le Rol­le zu: ist sie zu nied­rig, dro­hen gesund­heit­li­che Pro­ble­me für die Tie­re. Ist sie zu hoch, eben­so.Green gecko

Dabei ist nicht nur ent­schei­dend, aus wel­cher Regi­on die­ser Erde die Tie­re stam­men. Es muss auch beach­tet wer­den, in wel­chem Mikro­kli­ma sich die Tie­re in der Natur auf­hal­ten. So sind zum Bei­spiel im tro­pi­schen Regen­wald die kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen, also Tem­pe­ra­tur und Luft­feuch­tig­keit, sehr unter­schied­lich, je nach­dem, ob sich ein Tier am Boden des Wal­des auf­hält oder in den Baum­kro­nen.

Für die Ter­ra­ri­en­hal­tung gilt also: der Hal­ter muss genau wis­sen, woher sein Tier stammt, wo und wie es lebt und wel­che Bedin­gun­gen dort herr­schen. Dazu wird er im Zoo­fach­han­del bera­ten.

Dort wer­den die Tie­re genau­so gehal­ten und ver­sorgt.

Ide­al ist das Anbrin­gen eines guten Hygro­me­ters in jedem Ter­ra­ri­um zur schnel­len Kon­trol­le der Luft­feuch­tig­keit.

Gera­de im Win­ter sinkt die Luft­feuch­tig­keit auf­grund der tro­cke­nen Hei­zungs­luft schnel­ler ab als gewöhn­lich. Dann muss nach­re­gu­liert wer­den, bis zu drei­mal am Tag ist in ver­ant­wor­tungs­vol­len Tier­hal­tun­gen kei­ne Sel­ten­heit.

Ist die Umge­bungs­luft zu tro­cken, dro­hen den Tie­ren unter ande­rem Häu­tungs­pro­ble­me, Atem­wegs­pro­ble­me und Dehy­drie­rung.

All­ge­mein sagt man, dass nach dem Sprü­hen das Becken nach weni­gen Stun­den abge­trock­net sein soll­te. Ach­tung, dies gilt NICHT für den Boden­grund, er soll­te je nach Kli­ma­zo­ne immer etwas feucht gehal­ten sein.

Dass die Luft­feuch­tig­keit zu hoch ist, erle­be ich sehr sel­ten. Durch Stau­näs­se aber, die nicht abflie­ßen oder abtrock­nen kann, kann es zur Schim­mel­bil­dung im Ter­ra­ri­um und zur Ver­meh­rung von Pil­zen und Bak­te­ri­en mit ent­spre­chen­den Krank­hei­ten der Tie­re kom­men.

Grund­sätz­lich gilt für die Luft­feuch­tig­keit wie für die Tem­pe­ra­tur in einem Ter­ra­ri­um: es soll­te ein Gra­di­ent vor­han­den sein, das Tier soll­te also zwi­schen feuch­te­ren und tro­cke­ne­ren Auf­ent­halts­or­ten frei wäh­len kön­nen. Dabei leis­tet eine Wet Box gute Diens­te.

Der pet-exper­ti­se Tip: Kon­trol­lie­ren Sie beson­ders jetzt im Win­ter die kli­ma­ti­schen Ver­hält­nis­se in ihren Ter­ra­ri­en mehr­fach täg­lich. Die Luft trock­net sehr schnell aus. Zur Not erhö­hen Sie die Anzahl der Sprü­hun­gen am Tag, damit Ihre Tie­re wei­ter­hin opti­ma­le und gesund­heits­för­der­li­che Hal­tungs­be­din­gun­gen vor­fin­den.

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