Geeignete Sitzstangen für Vögel

WellensitticheLei­der sind sie in vie­len ver­kaufs­fer­ti­gen Vogel­kä­fi­gen und Volie­ren noch nicht berück­sich­tigt - geeig­ne­te Sitz­stan­gen. Wie die­se ide­al aus­se­hen soll­ten, ver­rät Ihnen pet-exper­ti­se hier: wei­ter­le­sen

Wenn der Vogel zu lange Krallen hat…

birdNor­ma­ler­wei­se nut­zen sich die Kral­len von Zier­vö­geln rela­tiv gut ab und müs­sen nicht vom Tier­hal­ter gekürzt wer­den. Lei­der gibt es aber gene­ti­sche Ver­an­la­gun­gen zu einem feh­ler­haf­ten Kral­len­wachs­tum, im schlimms­ten Fall resul­tie­ren dar­aus die soge­nann­ten Kor­ken­zie­her­kral­len. Hier muss dann regel­mä­ßig kor­ri­gie­rend ein­ge­grif­fen wer­den. Das könn­te bereits Tie­re in Ihrer Ver­kaufs­an­la­ge betref­fen. wei­ter­le­sen

Parasiten - Die Kalkbeinmilbe

birdSchna­bel­räu­de, Schna­bel­schwamm, Vogel­räu­de - dahin­ter ver­birgt sich der Befall mit Knem­ido­kop­tes pilae, einer Mil­ben­art. Betrof­fen sind meist Wel­len­sit­ti­che. wei­ter­le­sen

Badespaß für Wellensittiche und Co.

birdAuf die Wich­tig­keit von Beschäf­ti­gung und Abwechs­lung in der Hal­tung von sog. „Zier­vö­geln“ wei­se ich immer wie­der hin. Eine Mög­lich­keit, regel­mä­ßig Abwechs­lung zu bie­ten, ist das Baden. Was es dabei, ins­be­son­de­re im Zoo­fach­han­del, zu beach­ten gibt, lesen Sie hier: wei­ter­le­sen

Pet-Expertise im Haustierradio

13 : 18 HochformatPas­send zu den letz­ten Blog­bei­trä­gen war pet-exper­ti­se am 03. Dezem­ber im Heim­tier-Report des ZZF (Zen­tral­ver­band Zoo­lo­gi­scher Fach­be­trie­be Deutsch­lands e.V.) zu hören. Die Sen­dung lief im Haus­tier­ra­dio (www.haustierradio.de) und behan­del­te das The­ma „Sinn­vol­les Zube­hör für Zier­vö­gel“.

 

 

Hier kön­nen Sie den Bei­trag nach­hö­ren.

Grit - Verdauungshelfer für Körnerfresser

Die Ver­dau­ung bei Vögeln unter­schei­det sich von der ande­rer Tie­re. Dies liegt unter ande­rem dar­in begrün­det, dass Zäh­ne zum Zer­kau­en der Nah­rung feh­len.

Vom Vogel auf­ge­nom­me­nes Fut­ter gelangt zunächst in den Kropf, eine Aus­sa­ckung der Spei­se­röh­re. Dort wird die Nah­rung gesam­melt, bevor sie in klei­ne­ren Por­tio­nen in den Ver­dau­ungs­trakt wei­ter­ge­lei­tet wird. Im Kropf wird auch die Nah­rung gespei­chert, wel­che spä­ter zur Füt­te­rung der Jung­tie­re wie­der her­vor­ge­würgt wird.

Der eigent­li­che Magen der Vögel unter­teilt sich in einen Drü­sen­ma­gen und in einen Mus­kel­ma­gen. In  ers­te­rem wird die Nah­rung mit Hil­fe von Enzy­men und Ver­dau­ungs­säf­ten vor­ver­daut. Im Mus­kel­ma­gen wird die Nah­rung dann mecha­nisch zer­rie­ben. Dabei hel­fen klei­ne Stein­chen und ver­horn­te Plat­ten in der Magen­wand.

In den wei­te­ren Darm­ab­schnit­ten fin­det die wei­te­re Auf­spal­tung der Nah­rungs­be­stand­tei­le statt, wel­che dann als Nähr­stof­fe in die Blut­bahn auf­ge­nom­men wer­den.

Die klei­nen Stein­chen im Mus­kel­ma­gen wer­den von den Tie­ren mit der Nah­rung auf­ge­nom­men. Bei Kör­ner­fres­sern ist das beson­ders wich­tig. Des­halb soll­te den Tie­ren auch in der Käfig­hal­tung immer ein biss­chen Grit ange­bo­ten wer­den. Die­ser besteht meist aus sehr klei­nen Stein­chen und aus zer­rie­be­nen Muschel­scha­len. Die Stein­chen erfül­len wie oben beschrie­ben ihren Zweck in der Ver­dau­ung. Muschel­scha­len und Co wer­den ver­daut und die­nen als Cal­ci­um- und Mine­ral­stoff­lie­fe­ran­ten.

Übli­cher­wei­se wird davon aus­ge­gan­gen, dass die Stein­chen aus dem Vogel­sand auf­ge­nom­men wer­den kön­nen. Das ist aber hygie­nisch bedenk­lich, denn im Vogel­sand fin­det sich auch immer wie­der Kot der Tie­re. Daher wird emp­foh­len, Grit immer in einem klei­nen sepa­ra­ten Schäl­chen anzu­bie­ten.

Vogel­sand als Ein­streu ist ohne­hin frag­wür­dig, doch das ist das The­ma für einen eige­nen Blog­ein­trag.

Wir emp­feh­len: füt­tern Sie Grit extra in einem sau­be­ren Fut­ter­schäl­chen und wei­sen Sie Ihre Kun­den in der Bera­tung auf des­sen Bedeu­tung hin. Beson­ders die hygie­ni­schen Aspek­te dürf­ten vie­len Ihrer Kun­den neu sein.

Beschäftigung für Vögel

In frei­er Natur ver­brin­gen zum Bei­spiel Wel­len­sit­ti­che 50 Pro­zent ihrer Zeit mit Flie­gen und Fut­ter­su­che, 30 Pro­zent mit sozia­len Akti­vi­tä­ten, also dem Umgang mit ande­ren Wel­len­sit­ti­chen aus dem Schwarm und 20 Pro­zent wer­den auf Kör­per­pfle­ge ver­wen­det.

Wie sieht nun so ein Tages­ab­lauf in der übli­chen Wel­len­sit­tich­hal­tung aus?

Sie mer­ken es bereits: es gibt deut­li­che Abwei­chun­gen.

Inso­fern ist Beschäf­ti­gung für Vögel in der Heim­tier­hal­tung das A und O, um die Tie­re vor Lan­ge­wei­le zu schüt­zen.

Mög­lich­kei­ten gibt es vie­le:

Zunächst ist der Umgang mit Part­ner­vö­geln sehr wich­tig. Von ihnen kann gelernt wer­den, mit ihnen kann gespielt wer­den und auch klei­ne Kap­pe­lei­en, zum Bei­spiel um ein beson­de­res Lecker­chen, gehö­ren zum Vogel­all­tag und berei­chern ihn.

Flie­gen muss eben­falls mög­lich sein, und das auf län­ge­ren Stre­cken. Der vor­han­de­ne Platz in einem übli­chen Vogel­kä­fig ist nicht aus­rei­chend.

Sehr beliebt sind natür­li­che Mate­ria­li­en wie Holz zur Beschäf­ti­gung, wel­ches die Tie­re bear­bei­ten, also in ers­ter Linie beknab­bern kön­nen.

Auch schau­keln­de Gegen­stän­de, bei denen das Gleich­ge­wicht gefragt ist, wer­den ger­ne ange­flo­gen.

Auch ein Trend aus dem Hun­de- und Kat­zen­be­reich hat die Vogel­hal­tung schon längst erreicht: es gibt inzwi­schen Intel­li­genz- und Fut­ter­spiel­zeug für die gefie­der­ten Freun­de.

Auch Bücher, die sinn­vol­le Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten für Vögel vor­stel­len, von Wel­len­sit­ti­chen ange­fan­gen bis hin zu Papa­gei­en, sind erhält­lich. Dabei geht es nicht nur um sinn­vol­le Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten FÜR den Vogel, son­dern auch um sol­che MIT dem Vogel. So las­sen sich klei­ne Tricks recht ein­fach und ver­bun­den mit viel Spaß für Vogel und Hal­ter erler­nen.

Es ist wirk­lich fas­zi­nie­rend, was für Mög­lich­kei­ten sich bie­ten, wenn man auf die Bedürf­nis­se der Tie­re ein­geht. So macht Vogel­hal­tung noch mehr Spaß und wird viel­leicht auch für jün­ge­re Kun­den wie­der attrak­ti­ver!

Wenn Sie mehr zum The­ma wis­sen möch­ten, hilft Ihnen pet-exper­ti­se ger­ne wei­ter: Wel­che Pro­duk­te im Sor­ti­ment sind sinn­voll? Wel­che Bücher sind emp­feh­lens­wert? Wie kann das The­ma in der Kun­den­be­ra­tung ein­ge­bun­den wer­den? Wo kann ich prak­ti­sche Bei­spie­le erle­ben? Usw.

Wer will schon einen Plastikfreund???

Als Heim­tie­re gehal­te­ne Vögel wie zum Bei­spiel Wel­len­sit­ti­che sind sehr sozia­le Tie­re.

Daher hat es sich schon früh her­um­ge­spro­chen, dass die Tie­re min­des­tens einen Part­ner­vo­gel haben soll­ten. Dabei hat es sich ein­ge­bür­gert, dass oft­mals ein­fach­heits­hal­ber ein Plas­tik­vo­gel als Part­ner­er­satz ange­bo­ten wur­de.

Und sie­he da - es hat „funk­tio­niert“: Der Wel­len­sit­tich nahm Kon­takt auf zu sei­nem Plas­tik­freund. Er zwit­scher­te ihn an und füt­ter­te ihn sogar!

Was für die Tier­hal­ter damals aus­sah wie das gelun­ge­ne Glück­lich­ma­chen eines ein­zeln leben­den Vogels ist, wie man heu­te weiß, lei­der einer der größ­ten Feh­ler in der Wel­len­sit­tich­hal­tung:

Der Vogel merkt sehr wohl, dass der ange­zwit­scher­te Plas­tik­vo­gel nicht mit ihm kom­mu­ni­ziert. Er war­tet aber immer auf eine Ant­wort im Vogel­ge­spräch. Das „unhöf­li­che“ Ver­hal­ten des Plas­tik­vo­gels ver­stört und frus­triert den Vogel. In letz­ter Kon­se­quenz ent­steht Dau­er­stress, wel­cher der Gesund­heit des Tie­res scha­det.

Des­wei­te­ren kann es durch das begeis­ter­te Füt­tern des ver­meint­li­chen Vogel­freun­des zu bösen Fol­gen kom­men. Denn der Plas­tik­vo­gel reagiert auch nicht auf das Füt­tern. Also wird es freund­lich wie­der­holt und wie­der­holt. Zum oben beschrie­be­nen Frust für den Wel­len­sit­tich, der doch nur Freund­schaft schlie­ßen möch­te, kommt dann noch das Risi­ko einer bösen Kropf­ent­zün­dung hin­zu.

Die­sel­ben Mecha­nis­men wir­ken übri­gens auch beim eben­so ger­ne im Vogel­kä­fig ein­ge­setz­ten Spie­gel.

Dar­um gilt: in kei­nem Vogel­kä­fig hat heu­te mehr ein Plas­tik­vo­gel oder ein Spie­gel als Spiel­zeug eine Berech­ti­gung! Sie als ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Ver­tre­ter des Zoo­fach­han­dels soll­ten der­ar­ti­ge Pro­duk­te weder anbie­ten noch prä­sen­tie­ren.

Bes­se­re Mög­lich­kei­ten der Beschäf­ti­gung für Zier­vö­gel gibt es inzwi­schen vie­le, meist auf der Basis von Natur­ma­te­ria­li­en.

An aller­ers­ter Stel­le steht jedoch ein ech­tes Part­ner­tier. So sehr sich der Mensch auch mit dem Vogel beschäf­ti­gen mag, einen wirk­li­chen Part­ner kann er nicht erset­zen.

Der pet-expertise-Blog für den Zoofachhandel

Unter www.pet-expertise.de fin­den Sie einen Blog, der in regel­mä­ßi­gen Abstän­den Wis­sens­wer­tes und Aktu­el­les aus den zoo­han­dels­re­le­van­ten Tier­be­rei­chen ver­mit­telt.

Der Blog rich­tet sich inhalt­lich an alle Men­schen, die im Zoo­fach­han­del arbei­ten, ins­be­son­de­re in tier­füh­ren­den Märk­ten.

Sie tra­gen jeden Tag eine gro­ße Ver­ant­wor­tung für Ihre Tie­re im Markt und ich freue mich, wenn ich auf­grund mei­ner lang­jäh­ri­gen Berufs­er­fah­rung als tier­ärzt­li­che Bera­te­rin im Zoo­fach­han­del mei­nen Bei­trag dazu leis­ten kann, Sie bei der Auf­fri­schung und Erwei­te­rung Ihres Fach­wis­sens zu beglei­ten. wei­ter­le­sen