Die passende Behausung für Brachypelma und Co.

Bodenbewohnende Vogelspinnen entfernen sich in der Natur nicht besonders weit von ihrem Unterschlupf, daher geht man davon aus, dass sie in relativ kleinen Terrarien gehalten werden können. Mindestens 30cm lang und ebenso tief soll ein solches Becken sein. Bei größeren Tieren darf die zweifache Beinspannweite in Länge und Tiefe nicht unterschritten werden.

In der Höhe sollten es ab dem Bodengrund (und davon werden ca. 5 cm, gerne mehr, benötigt) nicht mehr als 30 cm sein.

Belüftungsschlitze sollten an diagonalen Stellen angebracht sein (Bsp. Vorne unten / Hinten oben).

Ein Schloss schützt vor dem Entweichen der Tiere und vor neugierigen Menschen.

Der Bodengrund ist in der Regel eine Erde-Torf-Mischung, gegebenenfalls auch mit Lehm- oder Sandanteilen. Auch Rindenstückchen, Eichenlaub oder Moos sind als Überstreu gut geeignet. Der Bodengrund sollte an einer Stelle immer feucht sein, an einer anderen jedoch trocken gehalten werden.

Unterschlupfmöglichkeiten sind ein Muss, gerne werden hier zum Beispiel Korkrindenhöhlen angenommen.

Eine Bepflanzung des Beckens mit unbehandelten Pflanzen ist möglich, jedoch abhängig von der Beschaffenheit und Menge des Bodengrunds sowie von der Grabeaktivität der Spinne.

Eine Wasserschale ist unabdingbar.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur sollten täglich kontrolliert werden. Wichtig ist, dass die Temperatur niemals über 28 Grad Celsius ansteigt. Ideal sind Werte zwischen 22 und 28 Grad. Bei Bedarf kann mit Heizelementen nachgeholfen werden, die an der Seitenscheibe des Terrariums angebracht werden.

Eine Nachtabsenkung um 3 bis 5 Grad ist für die Arten in der Regel vorteilhaft.

Die Luftfeuchtigkeit richtet sich nach dem natürlichen Herkunftsgebiet der Tiere. Sie wird in der Regel durch Besprühen oder anderweitiges Befeuchten des Bodengrundes aufrechterhalten.

Da das Gespinst der Spinnen, also die Webfäden, mit denen sie unter anderem ihr Nest auskleiden, nicht zerstört werden soll, ist eine Komplettreinigung des Geheges schwierig und nicht allzu oft erforderlich. Kot und Futterreste sollen jedoch möglichst schnell entfernt werden.

Das lässt schon erahnen, wie schwierig es ist, Vogelspinnen im Zoofachhandel in einem separaten Becken zu halten.

Sehr gut gefällt mir die – leider noch sehr selten praktizierte – Möglichkeit, die Spinnen bereits in ihren „Heimatterrarien“ zu halten und zu präsentieren und dann die Spinne samt Terrarium zu verkaufen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, die Tiere so zu präsentieren, wie sie gehalten werden sollten und erspart dem Tier einen stressigen Umzug.

Am Boden, im Boden, am Baum – Vogelspinnen

Für einige Menschen sind sie faszinierend, andere finden sie nur erschreckend. Aber wenn man sich ein bisschen mit ihnen befasst, muss man eigentlich der Faszination erliegen: Vogelspinnen.

Aber auch hier gilt: Spinne ist nicht gleich Spinne. Das hat Folgen für die Beratung bei Ihnen im Zoofachhandel und für die Haltung der Tiere zuhause. weiterlesen

Europäische Landschildkröten überwintern

Es ist immer noch fast eine Glaubensfrage: Landschildkröten überwintern – nützlich oder gefährlich, gut oder schlecht, Muss oder Kann? Kaum ein Thema ruft so viele Diskussionen hervor – und das mag in der Terraristik schon etwas heißen!

Ich habe gelernt, dass die Überwinterung der Tiere ein MUSS ist. Sie ist unabdingbar für die langfristige Gesundheit der Tiere. Damit nichts schiefgeht, gibt es hier ein paar Tipps: weiterlesen

„Einsteigertiere“ in der Terraristik

Immer wieder wird diskutiert, welche Terrarientiere denn nun als Einsteigertiere empfohlen werden können. Die Frage ist berechtigt – denn im Zoofachhandel (außer sehr spezialisierten Fachgeschäften) haben wir es tatsächlich meist mit Hobby-Einsteigern zu tun.

Aufgrund verschiedener Erfahrungswerte werden die Kriterien für „Anfängertiere“ oft sehr unterschiedlich bewertet. Eine kleine Hilfe können die folgenden Aspekte sein. weiterlesen

Bartagamen und Grünzeug

Bartagamen gelten gemeinhin als „die“ unkomplizierten Einsteigertiere in der Terraristik.

Abgesehen davon, dass es immer fragwürdig ist, bestimmte Tiere als absolut unkompliziert in der Haltung zu bezeichnen, verdient die gesunde Ernährung der Tiere besondere Aufmerksamkeit. Hier kann die beste Vorbeugung gegen schwere Erkrankungen betrieben werden. weiterlesen

Der pet-expertise-Blog für den Zoofachhandel

Unter www.pet-expertise.de finden Sie einen Blog, der in regelmäßigen Abständen Wissenswertes und Aktuelles aus den zoohandelsrelevanten Tierbereichen vermittelt.

Der Blog richtet sich inhaltlich an alle Menschen, die im Zoofachhandel arbeiten, insbesondere in tierführenden Märkten.

Sie tragen jeden Tag eine große Verantwortung für Ihre Tiere im Markt und ich freue mich, wenn ich aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung als tierärztliche Beraterin im Zoofachhandel meinen Beitrag dazu leisten kann, Sie bei der Auffrischung und Erweiterung Ihres Fachwissens zu begleiten. weiterlesen