C wie Chinchilla

Sie gehö­ren zu den zwei­fels­oh­ne flau­schigs­ten Heim­tie­ren. Das kommt nicht von unge­fähr: aus jeder Haar­wur­zel von Chin­chil­las sprie­ßen bis zu 60 Här­chen. Trotz pos­sier­li­cher Optik gibt es bei der Bera­tung eini­ges zu beach­ten, damit der künf­ti­ge Besit­zer die erwar­te­te Freu­de mit sei­nen Tie­ren haben wird.jeune chinchilla

Chin­chil­las gehö­ren unter den bei uns gän­gi­gen Heim­tie­ren bestimmt zu den anspruchs­vol­le­ren Arten. Des­halb sind sie in vie­len tier­füh­ren­den Zoo­hand­lun­gen auch gar nicht mehr anzu­tref­fen. Mit eini­gem Auf­wand kön­nen sie jedoch gut gehal­ten wer­den. Neben den übli­chen Stan­dard-Bera­tungs­the­men könn­ten viel­leicht fol­gen­de Fak­ten für Sie und Ihre Kun­den inter­es­sant sein:

  • Chin­chil­las besit­zen jeweils vier Zehen. Statt rich­ti­ger Kral­len ver­fü­gen sie eher über eine Art Zehen­nä­gel.
  • Die Tie­re kön­nen durch­aus 20 Jah­re alt wer­den.
  • Der spe­zi­el­le Chin­chil­la­sand zur Fell­pfle­ge muss jeder­zeit und in aus­rei­chen­der Men­ge vor­han­den sein. Das Gefäß hier­zu muss so groß sein, dass sich das aus­ge­streck­te Tier dar­in wäl­zen kann. Fer­ner soll­te es über hohe Rän­der ver­fü­gen, dass der Sand beim Bad nicht im gesam­ten Käfig ver­teilt wird. Eini­ge Sand­bad-Model­le haben aus die­sem Grund auch einen Deckel.
  • Ach­tung - Chin­chil­las kön­nen als Schutz­me­cha­nis­mus ihr Fell abwer­fen. Das gibt es beson­ders beim Hand­ling kran­ker und/oder gestress­ter Tie­re zu beden­ken.
  • Da die Tie­re nicht schwit­zen kön­nen, ist die Umge­bungs­tem­pe­ra­tur unbe­dingt unter 28 Grad Cel­si­us zu hal­ten. Das wird im Som­mer manch­mal schwie­rig.
  • Und noch­mal die Erin­ne­rung: Chin­chil­las wer­den zu zweit oder bes­ser in Grup­pen gehal­ten und sie brau­chen PLATZ! Volie­ren mit min­des­tens 3 Kubik­me­tern Inhalt wer­den für die Hal­tung zwei­er Tie­re emp­foh­len. Dabei soll­ten Eta­gen und star­ke Äste sowie Ram­pen zur Struk­tu­rie­rung des Rau­mes ange­bo­ten wer­den. Die­se soll­ten so ange­bracht sein, dass sie die Tie­re im Sprung gut errei­chen kön­nen. Zwei anein­an­der­gren­zen­de Sei­ten sol­len blick­dicht gehal­ten wer­den. Das ver­leiht den Tie­ren ein höhe­res Sicher­heits­ge­fühl.
  • Als Lecker­li für die dia­be­tes­ge­fähr­de­ten Chin­chil­las eig­nen sich getrock­ne­te Kräu­ter und Blü­ten oder auch getrock­ne­te Hage­but­ten.

Und was ist Ihnen in der Pra­xis bei der Chin­chil­la­be­ra­tung beson­ders wich­tig?

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