Besondere Gedächtnisleistungen im Zoofachhandel - welche Schlange hat wann was gefressen?

Question markEs gibt durch­aus Momen­te in mei­ner Bera­tungs­tä­tig­keit im Zoo­fach­han­del, die mich zum Stau­nen brin­gen. Dazu gehört regel­mä­ßig, was sich Mit­ar­bei­ter alles über lan­ge Zeit hin­weg und sehr detail­liert mer­ken kön­nen.

 

Ich gehö­re zu den Men­schen, die sich stän­dig Noti­zen machen müs­sen. Denn wenn ich drei Märk­te besucht habe, weiß ich nicht mehr: „was war jetzt eigent­lich genau in wel­chem Markt?“. Es gibt so vie­le Ein­drü­cke, die täg­lich auf mich her­nie­der­pras­seln, dass ich ein biss­chen sor­tie­ren muss. Viel­leicht mein ganz per­sön­li­ches Pro­blem…

Es sind mir offen­sicht­lich (fast) alle Ter­r­aris­tik-Mit­ar­bei­ter in ganz Deutsch­land um Län­gen vor­aus, was die Gedächt­nis­leis­tung angeht.

Sie sor­gen für Dut­zen­de Schlan­gen jeden Tag und jede Woche, neben vie­len ande­ren Tie­ren. Und unab­hän­gig von allem Stress und unab­hän­gig von der Viel­falt ihrer Auf­ga­ben wis­sen sie IMMER!!! Und GANZ GENAU!!!, wel­che Schlan­ge wann gefres­sen hat. Wie der Appe­tit war. Wel­ches Fut­ter auf­ge­nom­men wur­de und wie­viel davon.

Ich kann nur sagen: WOW! Respekt!

Und für alle ande­ren, die, wenn sie in sich hin­ein­hor­chen, eine ähn­li­che Ver­an­la­gung spü­ren wie ich sie für mich beschrie­ben habe, habe ich einen Tipp:

Das Füt­te­rungs­pro­to­koll.

Dafür gibt es unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, eine mei­ner Lieb­lings­me­tho­den beschrei­be ich hier:

  • Sie erstel­len pro Schlan­ge ein Kar­teikärt­chen.
  • Dar­auf wird ange­ge­ben, wann (Datum, evtl. Uhr­zeit) das Tier wel­ches Fut­ter (Grö­ße) und wie­viel davon ver­speist hat.
  • Auch das Ver­hal­ten wäh­rend der Füt­te­rung soll­te doku­men­tiert wer­den. Gro­ßer Appe­tit oder eher weni­ger?
  • Beson­de­re Vor­komm­nis­se fin­den hier auch ihren Platz, jeweils ver­se­hen mit dem Datum (zum Bei­spiel, wenn nicht gefres­sen wur­de, wenn regur­gi­tiert wur­de o.ä.).
  • Wenn die Tie­re län­ger in der Ver­kaufs­an­la­ge sind, lohnt es sich auch, Daten wie Län­ge, Gewicht o.ä. regel­mä­ßig ein­zu­tra­gen.
  • Das Kärt­chen wird da auf­be­wahrt, wo sie es gut brau­chen kön­nen. Das kann dort sein, wo die Füt­te­rung jeweils statt­fin­det oder in einer klei­nen Kar­tei, wo auch ande­re Doku­men­te auf­be­wahrt wer­den.

Und das Bes­te: wenn das Tier ver­kauft wird, kön­nen Sie dem neu­en Besit­zer gleich die Fut­ter­fes­tig­keit des Tie­res ein­drucks­voll dar­le­gen. Das wirkt auf jeden Fall kom­pe­tent.

Oder sie erken­nen, falls es Pro­ble­me bei einem Ein­zel­tier (oder auch bei meh­re­ren) gibt. Auch wenn unter­schied­li­che Per­so­nen die Füt­te­rung vor­neh­men, wie es dienst­plan-bedingt immer mal vor­kom­men kann.

Und es gilt wie immer: nur ein sorg­fäl­tig geführ­tes Kärt­chen ist ein brauch­ba­res Kärt­chen! Sie wer­den es sehen: Die Ein­tra­gun­gen loh­nen sich!

 

(Bild: © Orlan­do Flo­rin Rosu - Fotolia.com)