Bartagamen und Grünzeug

Bar­taga­men gel­ten gemein­hin als „die“ unkom­pli­zier­ten Ein­stei­ger­tie­re in der Ter­r­aris­tik.

Abge­se­hen davon, dass es immer frag­wür­dig ist, bestimm­te Tie­re als abso­lut unkom­pli­ziert in der Hal­tung zu bezeich­nen, ver­dient die gesun­de Ernäh­rung der Tie­re beson­de­re Auf­merk­sam­keit. Hier kann die bes­te Vor­beu­gung gegen schwe­re Erkran­kun­gen betrie­ben wer­den.

Jun­ge Bar­taga­men ernäh­ren sich vor­wie­gend von Insek­ten wie Gril­len und Heim­chen. Trotz­dem soll bereits Jung­tie­ren täg­lich pflanz­li­che Kost ange­bo­ten wer­den. Auch wenn die Tie­re nicht beson­ders scharf drauf sind, sie sol­len sich schon früh­zei­tig dar­an gewöh­nen.

Insek­ten soll­ten mit einem hoch­wer­ti­gen  Vit­amin­pul­ver bestäubt, damit die Bar­taga­men aus­ge­wo­gen ernährt wer­den.

Mit zuneh­men­dem Alter wer­den Bar­taga­men immer mehr zu Pflan­zen­fres­sern. Insek­ten ste­hen dann noch etwa an zwei Tagen pro Woche auf dem Spei­se­plan. Statt­des­sen wird täg­lich Grün­fut­ter ange­bo­ten, etwa Kräu­ter wie Klee, Löwen­zahn inklu­si­ve der Blü­ten, Bren­nes­sel, Kres­se, Kapu­zi­ner­kres­se inklu­si­ve der Blü­ten, Spitz­we­ge­rich und Giersch. Getrock­ne­te Kräu­ter und Blü­ten sind eben­falls begehrt. Salat ist in der Ernäh­rung der Tie­re nicht opti­mal. Wenn, dann soll­ten Sor­ten wie Römer­sa­lat, Endi­vi­en, Chi­co­ree, Radic­cio oder Ruco­la ver­wen­det wer­den. Auch Zuc­chi­ni und ein biss­chen fri­sche Papri­ka kön­nen gefüt­tert wer­den.

Wirk­lich nur sehr spar­sam soll­ten Toma­te und Gur­ke sowie Obst­sor­ten wie z.B. Melo­ne und Apfel ange­bo­ten wer­den.

Sowohl Insek­ten als auch vie­le Pflan­zen­ar­ten ent­hal­ten nur wenig Kal­zi­um: So muss die­ses zuge­füt­tert wer­den, zum Bei­spiel als Sepia­scha­le oder als Pul­ver. Ein Kal­zi­um­man­gel kann schwe­re Nie­ren- und Ske­lett­schä­den her­vor­ru­fen.

Eben­falls wich­tig: Kei­nes­falls sol­len die Fut­ter­be­stand­tei­le zu klein geschnit­ten sein. Hier berich­ten Tier­ärz­te immer wie­der von Schlund­ver­stop­fun­gen bei den Tie­ren.

Und wenn es schon „zu spät“ ist? Man hat es mit einer Bar­taga­me zu tun, die län­ger falsch ernährt wur­de und die sich jetzt nicht umge­wöh­nen las­sen will?

Hier ist Geduld gefragt - wenn es kei­ne Insek­ten mehr auf dem Spei­se­plan gibt, wird frü­her oder spä­ter auch das Grün­zeug ange­schaut. Die Erfah­rung zeigt, dass gel­be und rote Fut­ter­be­stand­tei­le auf Bar­taga­men und man­che ande­re Ech­sen beson­ders appe­tit­lich wir­ken.