Axolotl - ein biologisches Wunder!?

Axo­lotl erfreu­en sich in der Heim­tier­hal­tung gro­ßer Beliebt­heit.

Ob das nun wirk­lich durch das Vor­kom­men eines sol­chen Tie­res in einem Buch­ti­tel bedingt ist, sei dahin­ge­stellt - ich möch­te es eigent­lich nicht glau­ben.

Fakt ist: bio­lo­gisch sind Axo­lotl sehr inter­es­sant.

Der Grund: Sie ent­wi­ckeln sich zunächst nach guter alter Schwanzlurch-Manier, indem Lar­ven aus Eiern schlüp­fen, ähn­lich einer Kaul­quap­pe. Die­se Lar­ven­sta­di­en sind an das Leben im Was­ser ange­passt, sie atmen durch Kie­men und haben kei­ne Glied­ma­ßen, son­dern bewe­gen sich allei­ne mit­hil­fe des Ruder­schwan­zes vor­an. Nor­ma­ler­wei­se wach­sen den Lar­ven dann Hin­ter- und Vor­der­glied­ma­ßen, eine Lun­ge bil­det sich und die Kie­men bil­den sich zurück.

Nicht so beim Axo­lotl: es bekommt zwar Glied­ma­ßen, aber die Kie­men blei­ben. Hin­ter­grund ist, dass ein Hor­mon für die Umwand­lung fehlt. Im natür­li­chen Lebens­raum haben die Tie­re durch die außen­lie­gen­den Kie­men und das lebens­lan­ge Leben im Was­ser kei­nen Nach­teil - so konn­ten sich die Tie­re dort bis heu­te in die­ser unge­wöhn­li­chen Form hal­ten.

Es han­delt sich als um Tie­re, die in einem Lar­ven­sta­di­um geschlechts­reif wer­den - nor­ma­ler­wei­se ein Wider­spruch!

Und dann ist da noch eine Beson­der­heit: wenn ein Axo­lotl einen Teil der Glied­ma­ßen oder eines Organs ver­liert, zum Bei­spiel infol­ge einer Ver­let­zung, dann wer­den die­se Kör­per­tei­le wie­der nach­ge­bil­det - und zwar voll­stän­dig und voll­kom­men funk­ti­ons­tüch­tig!

Das ist ein Grund für vie­le For­scher, die­sen Mecha­nis­mus zu unter­su­chen, da er in der Medi­zin inter­es­san­te Per­spek­ti­ven eröff­nen könn­te.

Wis­sen Ihre Kun­den eigent­lich, was an einem Axo­lotl so beson­ders fas­zi­nie­rend ist?