Aquaristik von A bis Z – Amanogarnele

Ihr Ruf eilt ihr voraus: die Amanogarnele gilt oft als „Algenpolizei“. Um sie zu sehen, muss man trotz ihrer Größe von etwa 5 cm schon genau hinschauen. In der Tat weidet sie gerne Bewuchs im Aquarium, zum Beispiel auf Pflanzenblättern, ab. Auch Fadenalgen werden munter verputzt.

Doch Achtung: besteht ein manifestes Algenproblem, muss die Ursache für den Algenwuchs ergründet und beseitigt werden. Die Garnelen können nur in begrenztem Rahmen (und in entsprechender Anzahl) die gepflegte Optik eines Beckens aufrechterhalten.

Ansonsten sind sie recht unkomplizierte Pfleglinge, die außer einer guten Wasserqualität mit ausreichend Sauerstoff nicht viele Ansprüche stellen. Halten sollte man sie in ausreichender Stückzahl, oft werden mindestens 10 Tiere empfohlen, dies insbesondere, um sie im Becken auch sehen zu können, da sie sich gern verstecken und ja ohnehin fast durchsichtig sind.

Verstecke aus allerlei Naturmaterialien, dazu gehören auch Pflanzen,  werden gerne angenommen und sind für die Häutungsphasen außerordentlich wichtig.

Schnellwachsende, feinblättrige Pflanzen wie z.B. Wasserpest, Hornkraut oder Javamoos sind der Hit im Garnelenbecken: neben der Tatsache, dass sie dem Wasser beim Wachstum Nitrat entziehen, findet sich hier viel Substrat zum Abweiden für die Garnelen.

Als Bodengrund eignen sich feiner Kies oder gar Sand, leichte Strömung im Becken wird gerne angenommen.

Auf dem Speiseplan der Amanogarnelen steht so ziemlich alles – inklusive Frostfutter. Im Gesellschaftsbecken brauchen die Tiere daher nicht extra gefüttert zu werden, sie finden genügend Reste. Grundsätzlich gilt: Abwechslung ist alles!

Apropos Gesellschaftsbecken: Amanogarnelen passen gut in Gesellschaftsbecken. Nur bei besonders großen oder hektischen Mitbewohnern ist ihr Wohlbefinden beeinträchtigt und sie verstecken sich. Auch Skalare, Diskus und Barsche sind als Gesellschafter NICHT zu empfehlen.

Und wenn es keinen Amano-Nachwuchs gibt? Nicht wundern, denn die Larven benötigen zur Entwicklung Meer- oder Brackwasser. Eine Nachzucht ist möglich, aber eben auch ein wenig aufwendiger.